Eiche

Die Eiche (Quercus) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Fagaceae, der Buchengewächse und umfasst bis zu 600 Arten.

Eigenschaften der Eiche

Bei der Eiche handelt es sich um einen vorwiegend sommergrünen Baum mit gleichmäßiger geschlossener Krone, der auch trockene Böden gut toleriert. Gut an hiesige Bedingungen angepasst, ist die Eiche der zweithäufigste Laubbaum in Deutschland nach der Rotbuche.
Besondere Charakteristika des Baums sind die Früchte und Blätter, die einen hohen Wiedererkennungswert haben. Die Eichel ist eine klassische Nussfrucht, die von einem Fruchtbecher umgeben ist. Das Laub der Eiche haftet im Herbst noch lange an den Zweigen und verrottet anschließend nur langsam. Besonders die amerikanische Roteiche zeichnet sich durch eine auffällige Laubfärbung im Herbst aus.

Größe der Eiche

Die Wuchshöhe der Eiche unterscheidet sich je nach Art und variiert von 20 bis maximal 40 m. In der Breite erreicht der massive Baum 10 bis gelegentlich auch 25 m.

Alter der Eiche

Die älteste Eiche der Welt soll ein Alter von etwa 1.500 Jahren erreicht haben. Ein guter Standort begünstigt die hohe Lebensdauer dieser geheimnisvollen Bäume, in der Regel werden Stieleichen jedoch bis zu 800 Jahren alt, während Traubeneichen etwa 700 Lebensjahre zählen können.
Vorkommen in Deutschland

Vorkommen der Eiche in Deutschland

Die Eiche nimmt in Deutschland knapp zwölf Prozent der gesamten Waldfläche ein. Ihre flächenmäßige Verbreitung nimmt dabei stetig zu. Am häufigsten vorkommend in heimischen Wäldern sind dabei die Stieleiche und die Traubeneiche, der Anteil der Amerikanischen Roteiche hat hier einen eher geringen Stellenwert.

Blattform der Eiche

Die Blattform der Eiche ist über die Arten hinweg meist sehr ähnlich. Es handelt sich um längliche Blätter mit oft wechselständig tief eingeschnittenen Lappen. Bei der Amerikanischen Roteiche laufen die Lappen vorne spitz zu.

Wurzelwerk der Eiche

Die Eiche ist ein Tiefwurzler und entwickelt lange Pfahlwurzeln, die zur Versorgung des Baums bis zum Grundwasser reichen können. Die Wurzeln sind außergewöhnlich kräftig und durchdringen auch dichte Bodenschichten problemlos. Eine verletzte Pfahlwurzel wird zum zeitnahen Absterben des Eichenbaums führen.

Klimagerechte Stadtbäume: Sub-Arten der Eiche

Bäume sind aus unseren Städten nicht wegzudenken. Vor allem vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen benötigen wir anpassungsfähige Stadtbäume, die auch unter erschwerten Bedingungen gedeihen, mit ihrer Krone Schatten spenden und durch ihren Stoffwechsel unsere Luft verbessern. Im Rahmen der Städteentwicklung rücken klimagerechte Bäume daher mehr und mehr in den Fokus.
Die Eiche gehört zu den stadtklimaverträglichen Bäumen und eignet sich daher für die zielgerichtete Pflanzung in unseren Städten. Sie ist frosthart und verträgt Trockenheit und Hitze. Die Ungarische Eiche ist sogar spezifisch wärmeliebend.
Das GALK hat folgende Sub-Arten der Eiche als klimaresistente Stadtbäume nominiert:
  • Zerreiche
  • Ungarische Eiche – mit Einschränkungen
  • Traubeneiche
  • Amerikanische Roteiche – mit Einschränkungen
Mythologie und Anekdote zur Eiche

Anekdoten, Geschichte oder mythologische Bedeutung der Eiche

In der griechischen Mythologie gilt die stolze Eiche als Baum des Zeus und ist namensgebend für die Dryaden, die Waldnymphen. Auch die Kelten sahen in der Eiche einen göttlichen Baum und verehrten sie. Das Wort Druide entstand aus dem keltischen Wort dair, der Bezeichnung für die Eiche. Ebenfalls spielten Eichen in der Bibel eine Rolle. So offenbarte sich Gott einst Abraham nahe heiliger Eichen. Seit dem 18. Jahrhundert gilt die Eiche als deutscher Wappenbaum und symbolisiert Stolz, Kraft, Stärke und Freiheitsliebe.
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