Haselnuss

Die Gattung der Haseln (Corylus) gehört der Familie der Birkengewächse (Betulaceae) an. Die in Deutschland bekannteste der ca. 15 Arten ist die Gemeine Hasel (Corylus avellana).

Eigenschaften der Haselnuss

Haseln gehören zu den sommergrünen Bäumen oder Sträuchern und werfen im Herbst ihr Laub ab. Der Stamm der Baumhasel ist drehrund und hat eine graubraune, glatte Rinde. Mit zunehmendem Alter reißt die Rinde vertikal auf. Baumhaseln zeichnen sich durch ihren geraden Stamm und ihre pyramidenförmige Baumkrone aus, wobei der Stamm meist nicht breiter als 60 Zentimeter wird.
Allseits bekannt sind die Früchte der Hasel, die Haselnüsse. Diese wachsen immer als Gruppen an sogenannten Fruchtständen. Die Blüten werden unter anderem von Bienen bestäubt und so lässt sich im Sommer eine hohe Insekten- und Bienenaktivität in Haselnähe beobachten.

Größe der Haselnuss

Ausgewachsene Haseln können je nach Art zwischen drei und 30 Meter hoch werden. Meist kommen Haseln als Strauch vor, welcher meist nicht höher als fünf Meter wächst. Baumhaseln wachsen relativ schnell an, nach der Jugendphase verlangsamt sich das Tempo zunehmend.

Alter der Haselnuss

Haselsträucher werden meist nicht älter als 80. Als Baum können Haseln allerdings etwa 200 Jahre alt werden.

Vorkommen der Haselnuss in Deutschland

Baumhaseln sind in Deutschland beliebte Straßen- und Parkbäume in der Stadt. In der Natur wachsen sie meist als Strauch in gemäßigten Klimazonen an Waldrändern, Niederwäldern oder als Unterwuchs. Am besten wachsen Haseln an Standorten mit viel Sonne und einer hohen Luftfeuchtigkeit, mit einem feuchten und humushaltigen Untergrund. Wenn die Bodenbedingungen vom Optimum abweichen, wirkt sich das negativ auf Ertrag und Wachstum des Baumes aus.

Blattform der Haselnuss

Die Blätter der Hasel sind zweireihig angeordnet, stehen wechselständig und sind breit und eiförmig bis herzförmig. Die Blattränder sind doppelt gezähnt und an der Spitze ist das Blatt leicht gelappt. Haselblätter werden meist sowohl in Länge als auch in Breite zwischen vier und zwölf Zentimeter groß und sind an der Unterseite behaart.

Wurzelwerk der Haselnuss

Als Gattung der Birkengewächse gehört auch die Baumhasel zu den Herzwurzlern. Es gibt eine Pfahlwurzel, die bis zu vier Metern tief in den Boden wachsen kann, ansonsten breiten sich die Wurzeln der Hasel dicht verzweigt knapp unter der Oberfläche aus. Da sich die flachen Wurzeln erst nachträglich bilden, ist die junge Baumhasel zunächst ein Pfahlwurzler und entwickelt sich im Verlauf ihres Lebens zu einem Herzwurzler. Durch dieses verzweigte System weist die Baumhasel eine hohe Standfestigkeit auf.

Klimagerechte Stadtbäume: Sorten der Haselnuss

Baumhasel (Corylus colurna): Straßenbaumtauglich mit Einschränkungen, klimatisch anspruchslos und frosthart, Bienengehölz, toleriert Überschwemmungen und längere Hitze- und Dürreperioden.

Anekdoten, Geschichte oder mythologische Bedeutung der Haselnuss

Ein unbeliebterer Teil der Hasel sind ihre Pollen, auf die viele Menschen allergisch reagieren.
Die Hasel hat eine lange Tradition in der Geschichte und Mythologie. So stand sie beispielsweise in der nordischen Mythologie unter dem Schutz des Gottes Thor und galt als blitzabweisend. Da die Nüsse als Nahrung sehr geschätzt wurden, war es in vielen Kulturen, beispielsweise bei den Germanen, verboten Haseln zu fällen. Die Zweige der Hasel wurden auch zur Vertreibung von bösen Mächten oder Hexen eingesetzt oder um Wünschelruten zu fertigen. Die Haselnuss hingegen ist ein Symbol für Fruchtbarkeit, und Lebenskraft und Glück und kommt beispielsweise in Märchen wie Aschenputtel vor.
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