Gingko

Der Ginkgo (Ginkgo biloba) ist der einzige Vertreter der Ginkgoales, einer Ordnung innerhalb der Samenpflanzen. Alle anderen Baumarten der Ginkgoales sind ausgestorben.

Eigenschaften des Gingkos

Ginkgos haben ein weiches, leichtes Holz, das von einer dunkelgrauen Rinde umgeben ist. Diese Borke ist sehr rau und hält Feuer gut Stand. Sehr geschätzt werden Ginkgos unter anderem für ihre essbaren Samen. Diese ähneln in ihrem Aussehen Mirabellen und sind zwei bis drei Zentimeter groß.

Größe des Gingkos

Ginkgobäume können bis zu 60 Meter hoch werden und einen Brusthöhendurchmesser von mehr als fünf Metern erreichen. In den meisten Fällen wird der Ginkgo allerdings nicht höher als 40 Meter.

Alter des Gingkos

Einige Exemplare des Ginkgobaums sind über 3000 Jahre alt und gehören damit zu den ältesten Bäumen der Welt.

Vorkommen des Gingkos in Deutschland

Ursprünglich kommt der Ginkgo aus China, mittlerweile wird er weltweit gepflanzt, so auch in Deutschland. Da Ginkgos sehr gut mit Luftverschmutzung auskommen und auch sonst sehr robust und anspruchslos sind, eignen sie sich sehr gut als Stadtbäume und sind so in Deutschland vor allem in Parks und an Straßen anzutreffen.
Der vermutlich älteste Ginkgobaum in Deutschland steht in Frankfurt und wurde um 1750 gepflanzt. Da die Samen der weiblichen Bäume einen sehr unangenehmen Geruch verbreiten, werden in Europa vornehmlich männliche Exemplare gepflanzt.

Blattform des Gingkos

Den Beinamen „Fächerbaum“ erhält der Ginkgo von seinen gefächerten Laubblättern. In der Mitte sind sie eingekerbt und variieren in der Form und Größe. Vor allem die Blätter von Jungbäumen unterscheiden sich deutlich von denen der älteren Exemplare. Die Blätter an Kurztrieben werden meist zwischen vier und acht Zentimeter breit, an Langtrieben bis zu zehn Zentimeter. Als sommergrüner Baum verändert sich die Farbe der Blätter im Laufe des Jahres. Im Frühjahr sind sie hellgrün, werden im Sommer dunkler bis sie im Herbst ein intensives Goldgelb annehmen.

Wurzelwerk des Gingkos

Fächerbäume gehören zu den Herzwurzlern. Das bedeutet, dass sie eine starke Pfahlwurzel ausbilden, mit dem Alter aber auch immer stabilere Seitenwurzeln. Jungbäume bilden eine ca. ein Meter lange Pfahlwurzel aus. Bei älteren Bäumen dominieren die flachen Seitenwurzeln und geben dem Ginkgo primär Halt. Besonders am Fächerbaum ist seine Fähigkeit verholzte, stalaktiten- und stalagnitenartige Auswüchse zu bilden. „Aeral chichi“ werden sie genannt, wenn sie auf Asthöhe am Baum oberhalb des Bodens wachsen. Diese Anschwellungen kommen meist bei sehr alten Exemplaren vor und wachsen der Schwerkraft folgend Richtung Boden. Stimmen die Umweltbedingungen können sich diese Austriebe, sobald sie den Boden berühren, zu einer neuen, eigenständigen Pflanze entwickeln. Das Pendant zu „aeral chichi“ ist „basal chichi“. Diese Auswüchse wachsen nach oben und bilden Sekundärstamme oder Adventivwurzeln aus. Auch aus ihnen können eigenständige Bäume werden, häufig bleiben die „basal chichi“ jedoch mit der Mutterpflanze verwachsen.

Klimagerechte Stadtbäume: Sorten des Gingkos

  • Ginkgo biloba: Laut GALK: stadtklimafest, frosthart, eingeschränkte Straßenbaumtauglichkeit, anspruchslos, frei von Schädlingen
  • Ginkgo biloba ‚Fastigiata blagon‘: Laut GALK: stadtklimafest, frosthart, eingeschränkte Straßenbaumtauglichkeit

Anekdoten, Geschichte oder mythologische Bedeutung des Gingkos

Der Ginkgobaum wird auch als lebendes Fossil bezeichnet, da die ersten Exemplare bereits vor Millionen von Jahren auf unserem Planeten wuchsen. Aus dieser Zeit gibt es Versteinerungen, in denen die gefächerten Blattabdrücke eingelassen sind.
Ungefähr 1000 v.Chr. waren Ginkgobäume beliebte Tempelbäume in Ostasien und verbreiteten sich dabei auch in Japan. Von dort aus gelangten die Fächerbäume im 18. Jahrhundert nach Europa.
Vor allem in der chinesischen Geschichte und Kultur spielt der Ginkgo eine wichtige Rolle. Er steht als Symbol für Kraft und Lebensverlängerung und wird seit Jahrhunderten für seine Wunderverheißungen geheiligt und verehrt. Diese Symbolik ist in diversen Mythen und Erzählungen zu finden. Durch sein zweiteiliges Blatt wird er auch häufig in Zusammenhang mit Yin-Yang verwendet
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